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Zusammengebrochene Verpackungen im Versand
Übermäßige Feuchtigkeit verursacht irreversible Schäden an Verpackungskartons.
Versandkartons bestehen in der Regel aus papierbasierten Materialien, die hygroskopisch sind – das heißt, sie nehmen Feuchtigkeit auf. Dies beeinträchtigt die strukturelle Integrität und Festigkeit eines Kartons erheblich und kann zum Einsturz der Verpackung führen. Die Folge sind der Verlust wertvoller Fracht sowie teure Störungen in der Lieferkette.
Warum Verpackungen zusammenbrechen
1. Feuchtigkeit schwächt Karton
Untersuchungen zur Druckfestigkeit von Wellpappe zeigen eindeutig, dass das Material sehr empfindlich auf Umgebungsbedingungen reagiert – insbesondere auf eine hohe relative Luftfeuchtigkeit (RH). Die Papierfasern, aus denen es besteht, sind hygroskopisch, d. h. sie nehmen Feuchtigkeit auf. Dies verändert ihre Dimensionen und damit auch die Gesamtstruktur des Kartons, was zu einem Festigkeitsverlust führt.
Die folgende Tabelle zeigt, wie Kartons bei 70 % RH bis zu 30–40 % ihrer Druckfestigkeit verlieren können.
| RELATIVE LUFTFEUCHTIGKEIT | CA. FESTIGKEITSBEIBEHALTUNG |
|---|---|
| 50% (Standard) | 100% |
| 60% | ~90–93% |
| 70% | ~60–70% |
2. Seetransporte erhöhen das Risiko erheblich
Hersteller testen die Belastbarkeit von Verpackungen in der Regel unter Standardbedingungen: 50 % RH bei 23 °C. Dies spiegelt jedoch keinesfalls die Bedingungen in Überseecontainern wider, wo Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeitsspitzen fast immer weit darüber liegen. Außerdem sinkt die Festigkeit von Kartons mit der Zeit dramatisch – eine zentrale Herausforderung bei langen Transporten sowie bei der Lagerung vor oder nach dem Versand.
3. Auswahl der richtigen Materialien und Dimensionen ist schwierig
Um das Risiko von Zusammenbrüchen zu verringern, greifen Unternehmen häufig auf stärkeres, robusteres Material und eine stärkere Dimensionierung zurück. Oft bedeutet dies, hochwertigere Frischfasern statt weniger belastbarer Recyclingfasern zu verwenden und/oder mit dickeren Wandstrukturen zu überdimensionieren, die mehr Material erfordern.
Diese Maßnahmen senken das Risiko eines Zusammenbruchs zwar meist wirksam, erhöhen aber die Kosten und das Gewicht der Verpackung erheblich und belasten die Umwelt stärker. Und selbst dann können sich die stärksten Materialien und Konstruktionen für die Standardbedingungen von 23 °C und 50 % RH bei langfristiger Belastung als die schwächsten erweisen.
Verschiedene Möglichkeiten, Verpackungskollaps zu vermeiden
Höherwertige Materialien und dickere Dimensionierung
Wie bereits erwähnt, erhöhen Frischfasern und/oder stärkeres, schwereres Papier die Festigkeit eines Kartons und senken das Risiko eines Zusammenbruchs durch Feuchtigkeitsschäden. Beschichtungen mit wasserabweisenden Substanzen sind ebenfalls möglich. Allerdings steigen dadurch die Kosten und die Umweltbelastung jeder Sendung, während Sie und Ihre Ladung weiterhin einem unnötigen Risiko ausgesetzt sind.
Optimierte Verpackungslösungen
Viele Verpackungsanbieter betrachten den gesamten Transportweg und die Lagerung der Ladung, um die tatsächlichen Leistungsanforderungen zu verstehen. In solchen Fällen testen sie Verpackungen weit außerhalb der Standardbedingungen, z. B. bei 90 % RH über 10 Tage. Alternativen wie Kunststoffboxen oder Kunststoffumwicklungen sollen das Feuchtigkeitsproblem ganz vermeiden, sind logistisch jedoch nicht immer praktikabel, stets teurer und weniger nachhaltig.
Kombination aus Verpackung und Trockenmitteln
Kombinieren Sie Ihre Verpackungswahl mit der richtigen Feuchtigkeitsschutzstrategie, bei der Trockenmittel die relative Luftfeuchtigkeit im Container kontrollieren und konstant halten. So können Sie Ihre Verpackung genauer und mit mehr Sicherheit auswählen, da Sie die Bedingungen kennen, denen sie standhalten muss. Dadurch können Sie sogar Größe und Gewicht der Verpackung reduzieren und einen höheren Anteil an Recyclingfasern einsetzen.
Einhaltung der neuen PPWR-Vorschriften
Der Einsatz von Trockenmitteln als Teil einer kombinierten Lösung hilft Herstellern und Versendern zudem, die neue, kürzlich in Kraft getretene EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) einzuhalten. Die strengeren PPWR-Vorgaben sollen das wachsende Volumen an Verpackungsabfällen reduzieren und werden Unternehmen zwingen, ihre Verpackungen neu aufzustellen.
Ein wirksamer und zuverlässiger Feuchtigkeitsschutz mit Trockenmitteln erleichtert die Erfüllung von Zielen und Anforderungen wie:
- Recyclingfähigkeit: Alle Verpackungen, einschließlich Kartons, müssen bis 2030 recycelbar sein, wobei die Kriterien für recyclinggerechtes Design bis 2035 noch strenger werden. Kartonverpackungen müssen daher leicht trennbar und frei von Materialien wie Kunststoff-Mischschichten sein, die das Recycling behindern. Diese Kunststoffschicht kann durch den Einsatz von Trockenmitteln vermieden werden.
- Mindestanteil an Recyclingmaterial: Auch wenn sich die Recyclingziele vor allem auf Kunststoff beziehen, entspricht die Förderung von Recyclingfasern den Zielen der Kreislaufwirtschaft. Recyclingfasern sind empfindlicher gegenüber hoher relativer Luftfeuchtigkeit – doch mit Trockenmitteln wird diese Umstellung möglich.
Unsere Lösung
Erfahren Sie mehr über AbsorGel® und unsere Produktlinie von Trockenmitteln zur Vorbeugung von Feuchtigkeitsschäden:
Container-Trockenmittel / In-Box-Trockenmittel
Um den richtigen, optimal auf Ihre Ladung und Verpackungsart abgestimmten Feuchtigkeitsschutz zu erhalten, kontaktieren Sie uns. Unser Peace of Moisture Mind® (POMM) Ansatz kann Ihre Fracht und Verpackungen sicher vor Feuchtigkeitsschäden schützen – und gleichzeitig die kosteneffizienteste, nachhaltigste und PPWR-konforme Lösung bieten.
Kundenbeispiel
Die Verwendung von Trockenmitteln zur Aufrechterhaltung einer relativen Luftfeuchtigkeit von unter 60 % brachte für einen Kunden einen erheblichen Mehrwert:
- Sicherer Wechsel von schwerem zu leichtem einwandigem Karton
- Materialeinsparungen von ca. 166 kg
- Geschätzte Kosteneinsparungen von 130–165 € pro Sendung
- Geringere CO₂-Emissionen durch reduzierten Materialeinsatz
- Verbesserte Stapelsicherheit und geringeres Risiko von Verpackungsversagen = weniger beschädigte Waren und Rücksendungen
- Erleichtert den Umstieg auf 30 % Post-Consumer-Recyclinganteil