Three bananas wrapped in plastic film

Schützt ein versiegelter Kunststoffbeutel meine Waren vor Feuchtigkeitsschäden?

Ja. Nein. Ähm … vielleicht?  

Entschuldigung! Das Leben ist schon kompliziert genug, und wir würden Ihnen gern eine einfache Antwort geben, damit wir alle weitermachen können. Doch wenn Sie Waren in Kunststoff verpackt versenden, sollten Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen, während wir erklären, was Sie wissen müssen, um diese Frage zu beantworten. Und vielleicht gibt es ganz am Ende doch eine einfache Antwort: Überlassen Sie das uns. Denn die richtige Lösung für Ihre Waren – und für Ihre ganz individuellen Anforderungen an die Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden – zu finden, ist genau das, was wir bei Absortech tun. 

Viele Waren werden mit einem versiegelten Kunststoffschutz versendet. Sei es, um wertvolle Ladung vor Staub oder Tropfwasser zu schützen. Oder auch – etwa bei Elektronik, Automobilteilen und Ähnlichem –, weil er als erste Verteidigungslinie gegen Korrosion gilt: Er verhindert, dass überschüssige Feuchtigkeit auf empfindliche Metalloberflächen und Schaltungen einwirkt. 

Um jedoch zu wissen, ob eine versiegelte Kunststoffverpackung Ihre Waren wirklich vor Feuchtigkeitsschäden schützt, sollten Sie die folgenden kleineren Fragen eine nach der anderen abhaken. Denn ein Kunststoffbeutel verursacht womöglich mehr Probleme, als er löst – und setzt Sie und Ihre Sendungen weiterhin unnötigen und sehr kostspieligen Risiken aus. 

Plastic film bag not sealed

1. Ist Ihr versiegelter Beutel wirklich dicht?

Das mag wie eine dumme Frage klingen, doch die meisten Menschen halten Kunststoffbeutel für vollständige Barrieren. In Wirklichkeit atmen Kunststoffbeutel – auch spezielle VCI-Kunststoffschutzhüllen gegen Metallkorrosion!

Die Leistungsfähigkeit hängt nicht von der Dicke der Kunststoffbarriere ab, sondern von ihrer Wasserdampfdurchlässigkeit, der MVTR (Moisture Vapor Transmission Rate). Gemessen in g/m²/24 Stunden oder g/100 in²/24 Stunden, gibt die MVTR an, wie viel Feuchtigkeit innerhalb eines Tages in einen Kunststoffbeutel eindringen kann. Eine niedrige MVTR bedeutet, dass nur sehr wenig Feuchtigkeit eindringen kann: Eine Barriere wie eine Aluminiumverbundfolie liegt bei nur 0,001 g/m²/24 Stunden, während ein normaler LDPE-Beutel Werte von 16–23 g/m²/24 Stunden erreichen kann.

Die MVTR wird mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit auf der Außenseite der Barriere und anfangs null Luftfeuchtigkeit auf der Innenseite berechnet. Unter normalen Transportbedingungen bedeutet das also nicht bis zu 23 g Feuchtigkeit pro Tag. Oft bedeutet es aber eine schädliche Feuchtigkeitsmenge, die berücksichtigt werden muss – vor allem bei langen Transitzeiten.  

2. Schließen Sie überschüssige Feuchtigkeit mit ein?

War die relative Luftfeuchtigkeit im Verpackungsbereich hoch, hat die im Beutel eingeschlossene Luft bereits einen hohen Feuchtigkeitsgehalt. Das bedeutet oft ein deutlich höheres Risiko für Ihr Produkt. 

3. Schließen Sie Waren ein, die Feuchtigkeit abgeben?

Im Supermarkt ist Ihnen wahrscheinlich schon aufgefallen, dass frische Waren wie Tomaten oder Trauben in Kunststoffbeuteln und -schalen mit Löchern verpackt sind. Der Grund: Diese Lebensmittel sind hygroskopisch und können Feuchtigkeit abgeben, wenn die Temperatur steigt. Sinkt die Temperatur dann wieder, würde diese Feuchtigkeit in einem versiegelten Beutel kondensieren und die Lebensmittel schädigen. Daher die Löcher: Sie lassen die Feuchtigkeit entweichen, statt sie im Inneren einzuschließen.  

Wer also Produkte und Materialien mit Feuchtigkeitsgehalt (nicht nur organische Waren wie Obst, sondern sogar Dinge wie Hemden und Schuhe, die Feuchtigkeit enthalten) in einen versiegelten Kunststoffbeutel packt, fordert Probleme geradezu heraus. Das Risiko, dass Wasser kondensiert, sich sammelt und die Waren beschädigt, ist einfach zu hoch. 

In-box desiccants in a box that contains products in plastic bags

4. Brauchen Sie Trockenmittel im Beutel für zusätzlichen Schutz und mehr Sicherheit?

Eine Lösung für überschüssige Feuchtigkeit im Beutel – ob sie nun von eingeschlossener feuchter Luft, der Durchlässigkeit des Kunststoffs oder der Feuchtigkeit aus den Produkten selbst stammt – besteht darin, Trockenmittel im Beutel einzusetzen. Das kostet natürlich zusätzlich Zeit und Geld, trägt aber sicherlich dazu bei, das Risiko zu verringern, und lässt Sie nachts ruhiger schlafen. Doch vielleicht gibt es insgesamt bessere Lösungen? 

5. Müssen Sie die Luftfeuchtigkeit im Container kontrollieren?

Eine bessere und kosteneffizientere Lösung als Trockenmittelbeutel in jedem einzelnen Kunststoffbeutel ist oft, die Luftfeuchtigkeit im Container zu kontrollieren und so eine wesentliche Ursache zu beseitigen. Geschieht das wirksam genug, können Sie möglicherweise sogar ganz auf Kunststoff verzichten.  

6. Ist Kunststoff die nachhaltigste Wahl?

Neben der wirksamsten Lösung ist es für uns und unsere Kunden auch sehr wichtig, die nachhaltigste Lösung zu finden. Die gute Nachricht: Eine bessere Leistung ist in der Regel auch besser für den Planeten, weil weniger Trockenmittel oder Kunststoff benötigt wird. Es gibt durchaus bessere und nachhaltigere Alternativen, als sich nur auf Kunststoff als Feuchtigkeitsbarriere zu verlassen.   

Worker checking his laptop in a warehouse

7. Sind Sie zu 100 % sicher, dass Sie die beste Lösung haben?

Während wir diese Fragen durchgehen, sehen Sie, dass neue Parameter hinzukommen und die Entscheidung komplizierter erscheint. Doch das gehört alles zu dem Prozess, in dem Sie die beste Lösung für sich, Ihre Waren und die Umgebungen finden, in denen sie transportiert werden.

Wir haben das Komplexe vereinfacht und alles in unserem Ansatz Peace of Moisture Mind zusammengeführt: Wir messen die entscheidenden Bereiche und gehen sie gezielt an. Alles mit dem Ziel, für jeden einzelnen Kunden klar die beste, kosteneffizienteste und nachhaltigste Lösung zu ermitteln.   

Das ist also die versprochene einfache Antwort. Kontaktieren Sie uns einfach und vertrauen Sie voll und ganz auf Ihre endgültige Lösung – mit oder ohne Kunststoff! 

Wenn Sie mehr über Korrosionsschutz für Elektronik, Automobilteile oder andere Metallwaren erfahren möchten, laden Sie bitte unsere Whitepaper herunter. Sie gehen den Problemen wirklich auf den Grund und helfen Ihnen, verschiedene Lösungen zu vergleichen. Für andere Branchen und andere in Kunststoff versiegelte Waren zögern Sie nicht, uns nach unseren Erfahrungen und Erkenntnissen zu fragen. 

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